Behind the scenes in Kenia

1

„Alles, was ich mir wünschte, war, nach Afrika zurückzukommen. Wir hatten es noch nicht einmal verlassen – und doch war ich, wenn ich nachts wach lag und lauschte, schon heimwehkrank.“  Ernest Hemingway

Hmm, das Zitat habe ich schon einmal bemüht, damals kam ich sehr euphorisch aus Kenia zurück und es passte so wunderbar. Allerdings lag ich zu dieser Zeit nicht nachts wach. Dieses Mal ist es anders… Seit meiner Rückkehr aus Kenia lausche ich und lasse dem Augenkino in der Nacht seinen Lauf.

Rückblende, Samstag vor 14 Tagen: Ankunft in Nairobi, der Flughafen immer noch eine provisorische Baustelle, der Fahrer – nicht da. Ich stehe hier am Ausgang und rieche Afrika, neben mir zwei Männer mit dicken Uzzis, vor mir selbsternannte Taxifahrer, Regenzeit mit dicker Luft, das Deo versagt. Die Notrufnummer der Agentur ist irgendwo im Handy, doch auch das nutzt mir nichts – eh kein Empfang. Tief durchatmen, bist ja weit gereist. Irgendwann kommt dann auch der Fahrer: „sorry no parking slot.“ Anschließend lehne ich mich im Auto zurück und kurbele das Fenster runter. Es riecht immer noch nach Afrika: eine Mischung aus Erde, Tieräpfeln und Holzfeuer.

IMG_0005

Nach einem gemütlichen Bett im angesagten 5-Sterne Domizil ‚The Hemingways‘ sieht die Welt freundlicher aus. Hakuna Matata – keine Sorgen.

Am nächsten Morgen steht ein Privattermin bei der Sheldrick Foundation in Nairobi an. Diese Foundation zählt weltweit zu den erfolgreichsten Rettungs- und Auswilderungorganistaionen für Elefantenwaisen. Ich hatte das bereits im Fernsehen gesehen, wie die kleinen Miniriesen zur Milchflasche stürzen. Jetzt stehe ich mittendrin und bin total aufgeregt. Einer nach dem anderen trampelt aus dem Busch, gierig und hungrig, nur ein Ziel vor Augen: die große weiße Pulle, die die Wildpfleger parat haben. Das Ganze ist ein Unikum, denn die ‚kleinen’ Kolosse rennen einfach los – wenn Du im Weg stehst: Pech gehabt. Okay, nach ein paar Minuten habe ich das System verstanden: erst Brot, dann Spiele.

Die Haut der kleinen Ellies ist wie hartes Pergamentpapier, weich ist sie ein bisschen an den Ohren und ganz weich am Rüssel. Und sie riechen irgendwie nach Erde, Schlamm und Stroh. Kuschlig wie ganz kleine Kindertiere sind sie nicht mehr, schließlich sind sie ja schon Teenager und bringen ein paar hundert Kilo auf die Waage. Also große Füße, eher ungezogen und mit etwas Abstand zu genießen. Trotzdem, das Mutterherz schlägt Kapriolen.


Dieser Aufenthalt war für C&M ein teurer Ausflug, denn natürlich ist diese NGO ein wunderbares Projekt, das wir unterstützen werden. Ich denke, wir werden ‚Pflegeeltern’ und wollen einem kleinen Elefantenwaisen auch einen Namen geben.

Hierzu laden wir Sie ein: wir suchen einen ganz besonders schönen Namen für ein kleines Elefantenkind. Vielleicht haben Sie ja die passende Idee. Auf jeden Fall werden wir und Sie als Paten diesen kleinen Ellie die nächsten Jahre aufwachsen sehen und solange er im ‚Kindergarten‘ ist kann man ihn auch besuchen.

 

Kommentare ( 1 )

  • Rave says:

    Call him/ her:
    Bahala na
    It originates from the Philippines and means
    It will go further or life will go on.
    BRGDS
    Ortwin Rave

Leave A Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *