Rom geht immer und ewig….

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… zu jeder Jahreszeit und in jeder Konstellation. Rom ist stets aufregend, quirlig und voller Menschen. Vielleicht sind die Schlangen Mitte Januar bei Eisfüßen und Regen kürzer, aber ohne Sonne erlebt man hier auch nur den halben Spaß. Wie macht man es jetzt am besten, damit der Stress raus und das große Erlebnis dieser Stadt, die wie ein einziges Museum der Superlative daherkommt, perfekt ist? Ich habe mich getraut (anbei das Beweisfoto) ein komplettes Wochenende als Tourist zu wagen!

P1070185UND HIER DIE WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE:

Die fangen beim Transfer an: Ein Taxi heißt im schlimmsten Falle Schlange stehen, kann ein bisschen riechen und der Fahrer träumt vermutlich vom Leben als Formel 1-Fahrer. Ein Taxi ist zwar preiswerter als eine Limousine und wenn es keinen Stau gibt, bezahlt man um die 45 EUR. Aber: Mit der Limo ist es doch wesentlich komfortabler, man sinkt in gut riechende Polster, das gekühlte Wasser griffbereit, die Fahrt ist moderat ohne Kamikaze-Manöver. So kommt man relaxt zum Hotel.

WO WOHNEN?

Elegant: Hotel de Russie

Direkt an der Piazza del Popoli,
mitten im Geschehen und dennoch ruhig. Eine elegante Luxusoase mit schönem Restaurant im Innenhof, gutem Essen, frischem Service und stilvollem Publikum.
Die Standardzimmer sind klein, weshalb alles ab Deluxezimmer besser ist. Der Hit: Die Terrasse der Nijinsky Suite. Hier möchte man einen Anlass, eine Gruppe guter Freunde und das passende Budget haben. The perfect place to celebrate.

Persönlich: Casa Manni

Das private Apartment von Armando. Gelegen direkt im Zentrum. Unterm Dach mit zwei Zimmern, Küche, Bad und kleiner Dachterrasse. Alles ist super fein ausgestattet und den eigenen Erlebnis-Concierge gibt es obendrauf. Hier gibt es die Insider Tipps, die passende Tischreservierung in Restaurants, die ein Tourist weder kennt noch findet, Weinproben beim Winzer und Öl… Öl in all means, denn Armando ist einer der berühmtesten Ölhersteller Italiens – ganz Hollywood verehrt sein gelbes Gold. Seine Casa Manni entstand auch genau aus diesem Grund, denn Menschen, die aus der ganzen Welt für dieses besondere Öl anreisten, brauchten ein passendes Quartier. Das freut uns, jetzt können auch unsere Gäste dort logieren…. und das gute Öl, das gibt es gratis dazu.

Römisch: Residenza Napoleone III.

Im Palast Ruspoli aus dem 16ten Jahrhundert wohnt es sich wie einst Kaiser Napoleon III. Entweder in der opulenten 200 Quadratmeter Napoleon Suite oder in dem kleineren Penthouse mit Blick auf die spanische Treppe, den man direkt von der eigenen Dachterrasse genießen kann. Diese beiden Suiten sind das prachtvollste ‚bed and breakfast‘, das die Stadt zu bieten hat.

DIE STADT ENTDECKEN:

Dazu braucht es zwei Essentials: Gutes Schuhwerk (Flip Flops und Stöckel sind ein No-Go) und einen charmanten Reiseführer mit vorgebuchten Tickets. Alles andere macht keinen Sinn.

Punkt Eins: In Rom muss man stundenlang auf grobem Kopfsteinpflaster laufen, weshalb Sneakers oder Turnschuhe Pflichtprogramm sind, denn sonst macht die Touri-Tour vor lauter Blasen keinen Spaß mehr. Ganz bequem und vollkommen ohne Blasen geht es auch per Segway – eine Stadtentdeckung der flotten Art!

Punkt Zwei: Um so viel Kultur komprimiert zu verstehen, braucht man einen Guide, es sei denn Sie haben 2 Wochen Zeit und viele Bücher. Kleiner extra Tipp: An der Schlange zur Sixtinischen Kapelle wartet man bis zu vier Stunden auf den Einlass. 4 Euro mehr und Sie gehen daran vorbei.

Interessant an Rom ist auch die Wasseraktie. Während die Flasche Pellegrino am Stand beim Kolosseum noch 1 Euro kostet, arbeitet man sich Richtung Petersdom vorwärts über 1,50 bis hin zu 2 Euro.

Must see: Ganz klar die Engelsburg und der Petersdom, das Vatikanische Museum mit der Sixtinischen Kapelle, das Kolosseum und das Kapitolinische Museum. Über die Piazza Navona werden Sie ganz automatisch kommen, versprochen! Jede Menge barocker Kirchen gibt es natürlich auch und die einzige gotische Kirche ‚Santa Mariasopra Minerva‘ hat sogar einen Christus von Michelangelo. Ach so, den berühmte Brunnen aus La Dolce Vita bewundern Sie am besten ganz früh morgens oder spät am Abend, denn zu dieser Zeit haben Sie ihn vielleicht für sich alleine und können die berühmte Film-Szene ungeniert nachspielen.

ESSEN UND TRINKEN:

Hier braucht man Insider. Natürlich ist es schön am Piazza Navona zu sitzen und mit Blick auf die Brunnen Mittag zu essen. Aber: Das Essen ist im Gegensatz zum Ausblick eine Schande für Italiens Küche. Ein paar Straßen weiter spricht man italienisch, die Speisekarte hat keine Fotos, der Wirt hat aber ein Faible für Sie und gestikuliert mit Händen und Füßen. Dort essen Sie italienisch und zwar gut und zum halben Preis. Das beste Eis gibt es immer noch in der Gelateria Giolitti um die Ecke des Pantheons, das sollte man sowieso besuchen. Und wenn Sie möchten, haben wir auch hier einen Insider: Der führt unsere Gäste durch die Gastroszene, über die Märkte und wenn gewünscht auch in die Geheimnisse der italienischen Weine ein.

SHOPPING:

Macht hier einfach nur Spaß, ganz Rom scheint ein einziges Vergnügen zu sein. Nach dem zehnten Laden kommt die Ernüchterung, denn Sie sind in der Touri-Meile: Alles ist schnell, glitzernd oder übermannt von teuren Marken. Auch beim Shopping gibt es bessere Alternativen, zum Beispiel Bianca, eine eigenwillige Modedesignerin mit eigenem Label und einem richtig guten Händchen für Styling. Mit ihr zu shoppen ist ein Augenöffner, sie möbelt nicht nur den Kleiderschrank auf, sondern auch das Selbstbewusstsein: Man fühlt sich einfach besser mit ihrem ‚bella figura‘ Style.

FAZIT:

Planen Sie ein langes Wochenende, denn Rom ist toll! Eine Stadt die verzaubert und trotz Massentourismus absolut liebenswert ist. Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie die Laufschuhe mit und stellen Sie den Wecker auf 6 Uhr, dann erleben Sie Rom in der ersten Reihe. Unglaublich,  eine Traumstadt außerhalb der Öffnungszeiten, nur für Sie.

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